Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung

Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung (FKB) ist ein Projekt der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) am Deutschen Jugendinstitut (DJI). Der Bericht liefert auf Basis amtlicher Daten umfassende Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Ausbildung und Qualifizierung in der Frühpädagogik.

Das Fachkräftebarometer wurde 2014 erstmals veröffentlicht, seit Juni 2017 liegt die zweite Ausgabe des regelmäßig erscheinenden Beobachtungsinstruments vor. Die Publikation wird erarbeitet unter der Federführung von Professorin Dr. Anke König, Projektleitung der WiFF, und dem Direktor des DJI, Professor Dr. Thomas Rauschenbach.

Auf dieser Website werden in Kürze Bundestrends sowie Daten zu den Entwicklungen in den Bundesländern vorgestellt.

Datenquellen

Die Berichterstattung des Fachkräftebarometers basiert auf einer Vielzahl von Daten, vornehmlich aus der amtlichen Statistik. Welche Statistiken herangezogen wurden und wie diese den Bereich Frühe Bildung abbilden, erfahren Sie im Folgenden.

Die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit erfasst nach dem Konzept der "registrierten Arbeitslosigkeit" Personen, die sich (1.) arbeitssuchend melden, (2.) aktuell nicht oder weniger als 15 Stunden/Woche beschäftigt sind, (3.) dem Arbeitsmarkt zeitnah zur Verfügung stehen und (4.) eine Beschäftigung von mindestens 15 Stunden pro Woche suchen.

In den Auswertungsjahren bis 2011 können die Beschäftigten der Frühen Bildung über die Berufsklassifikation (KldB1988) anhand der Kennziffer 864 "Kindergärtnerinnen, Kinderpflegerinnen" identifiziert werden. Darüber hinaus bietet die Arbeitslosenstatistik eine weitere Differenzierung der Berufsordnung nach dem Qualifikationsniveau: 8641 –"Erzieherinnen, a.n.g.", 8642 – "Kindergartenleiterinnen", 8643 – "Säuglings-, Kinderpflegerinnen (nicht Kinderkrankenschwestern)" und 8647 – "Kindergarten-, Kinderpflegehelferinnen". Dabei ist zu beachten, dass es sich um eine Angabe zur gewünschten Tätigkeit und damit nicht unbedingt zur tatsächlichen Qualifikation handelt.

Wie die Beschäftigungsstatistik wurde die Arbeitslosenstatistik im Jahr 2012 auf die Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) umgestellt. Im Gegensatz zur alten Klassifikation verzichtet die KldB 2010 auf eine exklusive Kategorie für Kita-Beschäftigte. Diese finden sich nunmehr in drei breiter angelegten Berufsgattungen: 83111 "Berufe in der Kinderbetreuung und -erziehung – Helfer-/Anlerntätigkeiten", 83112 "Berufe in der Kinderbetreuung und -erziehung – fachlich ausgerichtete Tätigkeiten" sowie 83193 "Aufsichtskräfte – Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege".

Durch den Wechsel sind die Werte vor und ab 2012 nicht direkt miteinander vergleichbar. Stattdessen müssen die Zeiträume jeweils für sich betrachtet werden. Dennoch lassen sich im Vergleich beider Zeiträume die Fortsetzung oder der Wandel von Trends beobachten. Der Wechsel der Berufsklassifikation wird in den jeweiligen Abbildungen und Tabellen des Fachkräftebarometers angezeigt.

Für die Berechnung berufsspezifischer Arbeitslosenquoten setzt die Bundesagentur für Arbeit die Arbeitslosenzahlen zu den entsprechenden Zahlen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ins Verhältnis.

statistik.arbeitsagentur.de

Die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit wird aus den Meldungen der Arbeitgeber an die Sozialversicherungsträger generiert. Sie informiert über alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, jedoch nicht über Beamte oder Selbstständige. Erfasst werden Angaben zur Beschäftigung (u.a. Umfang, Einkommen, Tätigkeit und Wirtschaftszweig) und zur Person (u.a. Alter und Geschlecht).

Das Personal in der Frühen Bildung kann in der Beschäftigungsstatistik über die Berufsklassifikation (KldB 1988) anhand der Kennziffer 864 für die Berufsordnung "Kindergärtnerinnen, Kinderpflegerinnen" identifiziert werden. Eine tiefer gehende Differenzierung ist hier, anders als mit der Arbeitslosenstatistik, nicht möglich. Der so erfasste Personenkreis ist nicht exakt identisch mit den pädagogisch Tätigen einschließlich der Einrichtungsleitungen, wie sie in der Kinder- und Jugendhilfestatistik ausgewiesen werden. Da die Anzahl der "Kindergärtnerinnen, Kinderpflegerinnen" in der Beschäftigungsstatistik jedoch in etwa mit dem Personal in Kindertageseinrichtungen übereinstimmt, kann davon ausgegangen werden, dass es sich im Kern um dieselbe Personengruppe handelt.

Im Jahr 2012 wurde die Klassifikation der Berufe aus dem Jahr 1988 auf die Version 2010 (KldB 2010) umgestellt. Im Gegensatz zur alten Klassifikation verzichtet die KldB 2010 auf eine exklusive Kategorie für Kita-Beschäftigte. Diese finden sich nunmehr in drei breiter angelegten Berufsgattungen: 83111 "Berufe in der Kinderbetreuung und -erziehung – Helfer-/Anlerntätigkeiten", 83112 "Berufe in der Kinderbetreuung und -erziehung – fachlich ausgerichtete Tätigkeiten" sowie 83193 "Aufsichtskräfte – Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege".

Durch die Umstellung sind die Werte vor und ab 2012 nicht direkt miteinander vergleichbar. Dennoch lassen sich im Vergleich beider Zeiträume die Fortsetzung oder der Wandel von Trends beobachten. Der Wechsel der Berufsklassifikation wird in den betreffenden Abbildungen und Tabellen des Fachkräftebarometers angezeigt.

statistik.arbeitsagentur.de

Die 13. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung der Statistischen Ämter von Bund und Ländern prognostiziert die Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2060. Sie basiert auf der Bevölkerungsfortschreibung vom 31. Dezember 2013, die auf dem Zensus 2011 gründet. In die Berechnung fließen Annahmen zur zukünftigen Geburtenhäufigkeit, zur Lebenserwartung sowie zur Zu- und Abwanderung ein.

www.destatis.de

Die Entgeltstatistik ist Teil der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Mit der Statistik wird das durchschnittliche Bruttomonatsentgelt der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (ohne Selbstständige und Beamte) zum Stichtag 31.12. bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (2013 [West]: 5.800 Euro) erfasst. Aufgrund dieser Zensierung der höheren Einkommen wird anstelle des Mittelwerts als Maß für die zentrale Tendenz der Median (mittlere Wert) ausgewiesen. Als Teil der Beschäftigungsstatistik erfolgte auch in der Entgeltstatistik eine Umstellung der Berufsklassifizierung (KldB) von KldB 1988 auf KldB 2010 im Jahr 2012.

statistik.arbeitsagentur.de

Die amtliche Hochschulstatistik enthält in mehreren Reihen Informationen zu den Studierenden und Prüfungen an Hochschulen in Deutschland (R.4.1 und 4.2), monetäre und nicht monetäre hochschulstatistische Kennzahlen (R.4.3.1 und 4.3.2) sowie Daten zum Personal an Hochschulen (R.4.4), zu Finanzen (R.4.5) und zur Förderung nach dem Stipendienprogrammgesetz (R.4.6). Im Fachkräftebarometer werden die Studierendenstatistik und die Prüfungsstatistik verwendet. Diese differenzieren die Anzahl der Studierenden und Prüfungen nach Fächern sowie weiteren Merkmalen.

www.destatis.de

Die amtliche Statistik erfasst jährlich zum Stichtag 1. März Daten zur Kindertagesbetreuung. Sie gibt Auskunft über die in Tageseinrichtungen tätigen Personen sowie über die betreuten Kinder. Darüber hinaus werden Angaben zu Kindern in Tagespflege sowie zu den Tagespflegepersonen erhoben.

www.destatis.de

Der Mikrozensus ist eine amtliche, jährliche Stichprobenerhebung in 1% aller deutschen Haushalte. Neben Angaben zu persönlicher und familialer Lage, Bildung und Einkommen werden Daten zur beruflichen Situation jedes Haushaltsmitglieds erfasst. Die Stichprobengröße von rund 800.000 Personen erlaubt für kleinere Subgruppen – wie sie bei der Analyse einzelner Berufe entstehen – differenzierte Auswertungen und gibt auch Auskunft über Selbstständige und Beamte, die in der Beschäftigungsstatistik nicht erfasst werden. Ebenfalls anders als in der Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik wurde im Mikrozensus bis 2012 nicht die "Klassifikation der Berufe 1988", sondern die geringfügig modifizierte "Version 1992" verwendet.

Im Jahr 2012 wurde im Mikrozensus ebenso wie in der Beschäftigungsstatistik und in der Arbeitslosenstatistik die Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) eingeführt. Im Gegensatz zur alten Klassifikation verzichtet die KldB 2010 auf eine exklusive Kategorie für Kita-Beschäftigte. Diese finden sich nunmehr in drei breiter angelegten Berufsgattungen (vgl. Eintrag zur Beschäftigungs- und zur Arbeitslosenstatistik). Daher sind die Werte vor und nach der Umstellung der Klassifikation im Jahr 2012 nicht direkt miteinander vergleichbar. Im Vergleich beider Zeiträume lässt sich lediglich die Fortsetzung oder der Wandel von Trends beobachten.

Im Fachkräftebarometer erfolgte die Auswertung des Mikrozensus durch eigene Berechnungen auf Basis der Mikrodatensätze, die die statistischen Landesämter für die Forschung zur Verfügung stellen. Die Kombination der Berufsangabe mit dem Wirtschaftszweig 851 "Kindergärten und Vorschulen" (WZ 2008) ermöglicht hierbei eine trennschärfere Bestimmung der Beschäftigten in der Frühen Bildung. Demgegenüber wurde bei den Analysen auf Basis der Beschäftigungs- und Arbeitslosenstatistik lediglich auf die Berufsangabe zur Ermittlung der Beschäftigten zurückgegriffen.

www.destatis.de

Die Anzahl der Schulen, Klassen, Schülerinnen und Schüler, Absolventinnen und Absolventen, Lehrkräfte sowie deren Unterrichtsstunden weist die amtliche Schulstatistik nach. Erfasst werden allgemeinbildende und berufliche Schulen. Da die entsprechende Fachserie des Statistischen Bundesamts die Schülerinnen und Schüler in den einschlägigen sozialpädagogischen Berufsfach- und Fachschulausbildungen nicht vollständig erfasst, führt die WiFF zusätzliche Recherchen bei den Statistischen Landesämtern durch, um hierdurch die Bundesdaten zu ergänzen.

www.destatis.de

Mit dem Studiengangsmonitoring beobachtet WiFF die Entwicklung der früh- bzw. kindheitspädagogischen Hochschullandschaft. Ansprechpartner (meist Studiengangsleitungen) von früh- bzw. kindheitspädagogischen Studiengängen werden mittels Fragebogen zu strukturellen Daten, zu Zahlen der Anfängerinnen und Anfänger sowie der Absolventinnen und Absolventen befragt. Ergänzend werden vereinzelt Prüfungsämter zu Studierendenzahlen telefonisch und schriftlich befragt. Das Monitoring wird jährlich durchgeführt.