Arbeitslose

Der Bundestrend: Steigende Arbeitslosenzahlen bei Erzieher:innen

Der anhaltend hohe Bedarf an gut ausgebildeten Erzieher:innen ging über viele Jahre mit einem sehr geringen Arbeitslosigkeitsrisiko einher. Die berufsspezifischen Arbeitslosenquoten lagen bundesweit auf einem niedrigen Niveau und spiegelten die hohe Nachfrage nach Fachkräften wider. Seit 2020 ist jedoch eine veränderte Entwicklung zu beobachten: In nahezu allen Bundesländern hat sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen mit dem Zielberuf Erzieher:in deutlich erhöht. Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Arbeitslosen bundesweit um rund 1.800 Personen. Davon entfielen etwa 1.300 auf Westdeutschland und rund 450 auf Ostdeutschland.

Die Länder: Beginnender Transformationsprozess?

Anteilig besonders stark fiel der Anstieg in einzelnen Bundesländern aus: In Sachsen erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen Erzieher:innen um 38,5%, in Sachsen-Anhalt um 25,6% und in Hamburg um 23,9%. Trotz dieser teils deutlichen prozentualen Zuwächse bewegen sich die absoluten Arbeitslosenzahlen weiterhin auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Gleichwohl deutet die Entwicklung darauf hin, dass sich die Arbeitsmarktlage für ausgebildete Erzieher:innen perspektivisch verändern könnte und sich die Beschäftigungschancen in einigen Regionen künftig weniger günstig darstellen könnten als in den Jahren der starken Expansion. Geringer qualifizierte Personen könnten von dieser Entwicklung jedoch deutlich früher und stärker betroffen sein.

Arbeitslos gemeldete Erzieher:innen in der Frühen Bildung nach Ländern 2015 bis 2025 (Anzahl; Veränderung in %)1

Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Beschäftigungsstatistik; eigene Berechnungen

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