Qualifikation
Bundestrend: leichte Verschiebungen im Qualifikationsgefüge
Im Qualifikationsgefüge in der Frühen Bildung zeigen sich nur leichte Verschiebungen. Im Jahr 2025 verfügten 85% des pädagogisch und leitend tätigen Personals über einen einschlägigen Fachschul-, Berufsfachschul- oder Hochschulabschluss, was einem Rückgang um drei Prozentpunkte seit 2014 entspricht. Nur 6% der pädagogisch und leitend Tätigen hatten eine andere Berufsausbildung abgeschlossen (2014: 4%). Weitere 7% befanden sich in einer Ausbildung und lediglich 2% waren ohne Berufsabschluss.
Den größten Anteil am Personal hatten mit nahezu zwei Dritteln die an Fachschulen ausgebildeten Beschäftigten, gefolgt von den pädagogischen Tätigen mit Berufsfachschulausbildung (14%). Vergleichsweise klein ist nach wie vor die Gruppe der einschlägig akademisch ausgebildeten Fachkräfte: Mit 6% ist ihr Anteil am pädagogischen und leitenden Personal deutlich niedriger als in allen anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe.
Die Länder: höheres Qualifikationsniveau im Osten
Das Qualifikationsniveau fällt im Osten höher aus als im Westen: In Ostdeutschland verfügten 2025 acht von zehn pädagogisch Tätigen über einen einschlägigen Fachschulabschluss, dies sind 18 Prozentpunkte mehr als im Westen. Auch einschlägige akademische Abschlüsse sind im Westen (5%) etwas seltener zu finden als im Osten (8%). Einschlägige Berufsfachschulabschlüsse spielen hingegen im Westen mit 16% eine wesentlich größere Rolle (Ost: 3%).
Diese Ost-West-Differenzierung spiegelt sich auch auf Ebene der Länder: Der Anteil von Personal mit einschlägigem Fachschulabschluss liegt in allen ostdeutschen Ländern über dem bundesweiten Durchschnitt (65%) und fällt mit Werten zwischen 81% und 87% in den östlichen Flächenländern besonders hoch aus. Den geringsten Anteil an Personal mit einschlägigem Fachschulabschluss weisen Bayern (49%) und Hamburg (55%) auf. Zugleich sind in diesen Ländern mehr pädagogisch Tätige mit Berufsfachschulabschluss vertreten. Mit 34% ist ihr Anteil in Bayern am höchsten. Beschäftigte mit einschlägigem Hochschulabschluss arbeiten überdurchschnittlich oft in Sachsen (13%), Thüringen (10%) und Hessen (9%).
Pädagogisches und leitendes Personal nach Qualifikationsniveau und Ländern 2025 (in %)
Einschlägiger Hochschulabschluss: Diplom-Sozialpädagoge/-pädagogin, Diplom-Sozialarbeiter/-in (FH oder vergleichbarer Abschluss), Diplom-Pädagoge/Pädagogin, Diplom-Sozialpädagoge/-pädagogin, Diplom-Erziehungswissenschaftler/-in (Universität oder vergleichbarer Abschluss), Diplom-Heilpädagoge/-pädagogin (FH oder vergleichbarer Abschluss), Bachelor- und Masterabschlüsse in „Bildung/Erziehung in der Kindheit“. Einschlägiger Fachschulabschluss: Erzieher/-in, Heilpädagoge/-pädagogin (Fachschule), Heilerzieher/-in, Heilerziehungspfleger/-in. Einschlägiger Berufsfachschulabschluss: Kinderpfleger/-in, Familienpfleger/-in, Assistent/-in im Sozialwesen, soziale und medizinische Helferberufe. Sonstige Ausbildungen: sonstige soziale/sozialpädagogische Kurzausbildung, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/-in, Psychologischer Psychotherapeut/-in, Psychologe/Psychologin mit Hochschulabschluss, Beschäftigungs- und Arbeitstherapeut/-in (Ergotherapeut/-in), Bewegungspädagoge/-pädagogin, Bewegungstherapeut/-in (Motopäde/-in), Arzt/Ärztin, (Fach-)Kinderkrankenschwester/-pfleger, Krankenschwester/-pfleger, Altenpfleger/-in, Krankengymnast/-in, Masseur/-in u. med. Bademeister/-in, Logopäde/-Logopädin, Sonderschullehrer/-in und sonstige Berufsausbildungsabschlüsse. In Ausbildung: Praktikant/-in im Anerkennungsjahr, anderweitig noch in Ausbildung. Ohne Abschluss: ohne abgeschlossene Ausbildung.
Quelle: FDZ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und öffentlich geförderter Kindertagespflege, 2025; DOI: 10.21242/22541.2025.00.00.1.1.0; eigene Berechnungen