Geschlechterstrukturen
Bundestrend: Steigende Zahl geschlechtergemischter Teams
2007 bestanden 84% der Kita-Teams ausschließlich aus Frauen, 2025 lag der Anteil der Frauenteams nur noch bei rund 46%. Obgleich knapp die Hälfte der Kindertageseinrichtungen auch weiterhin männerfreie Zonen bilden, spiegeln die Daten eine deutliche Tendenzwende hin zu geschlechtergemischteren Teams. Allerdings ist die Anzahl der Männer in den gemischten Teams nach wie vor gering. Mit einem Anteil von 27,3% an allen Kindertageseinrichtungen überwogen bei den gemischten Teams jene, in denen nur ein Mann tätig war, in weiteren 26,8% der Teams arbeiteten mehrere Männer.
Die Länder: In der Mehrzahl der Länder arbeitet bereits in mehr als der Hälfte der Teams mindestens ein Mann
Die Geschlechterstrukturen differieren im Ländervergleich stark. Gemischte Teams arbeiteten 2025 besonders häufig in den Stadtstaaten: In Hamburg sind nur 26,5% der Teams ohne Männer, in 48% arbeiten zwei oder mehr Männer. Berlin weist ein ähnliches Profil auf (31,9% Teams ohne Männer, 40,8% mit mehreren Männern). Bremen liegt mit 32,7% bzw. 44,3% auf vergleichbarem Niveau. Auch das Saarland (37%) und Schleswig-Holstein (40,6%) zählen zu den Ländern mit vielen gemischtgeschlechtlichen Teams und vergleichsweise hohen Anteilen von Teams mit mehreren Männern.
Am anderen Ende der Skala stehen Länder, in denen reine Frauenteams stark dominieren. In Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen arbeiten jeweils gut die Hälfte der Teams ohne Männer (53,2 % bis 57,9 %), in Sachsen-Anhalt etwa die Hälfte (50,7 %). In diesen Ländern sind Teams mit mehreren Männern besonders selten (17 % bis 21 %), sodass Männer in gemischtgeschlechtlichen Teams häufiger allein bleiben. Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen liegen demgegenüber mit Anteilen von rund 26 % bis 27 % Teams mit mehreren Männern näher am Bundesdurchschnitt – bei weiterhin hohen Anteilen von Teams ohne Männer.