Geschlecht
Bundestrend: Etwas mehr Männer im Frauenberufsfeld Kita
Kindertageseinrichtungen zählen mit einer Frauenquote von rund 92% immer noch zu den am stärksten geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmärkten. In den letzten zehn Jahren ist das Berufsfeld für Männer attraktiver geworden. Der Zustrom männlicher Beschäftigter zwischen 2014 und 2024 (+38.200 Personen) ging bundesweit mit einer geringfügigen Zunahme des Männeranteils unter dem pädagogischen und leitend tätigen Personal von 5 auf 8% einher. Verglichen mit dem geringen Ausgangsniveaus – 2014 waren bundesweit rund 25.300 Männer in Kitas pädagogisch und leitend tätig – hat sich die Zahl bis 2024 auf knapp 63.600 männliche Personen mehr als verdoppelt.
Die Länder: Große Unterschiede zwischen den Ländern
Der Anteil männlicher Beschäftigter lag 2024 im Osten mit 11% höher als im Westen (8%). Eine klare Ost-West-Differenzierung zeigt sich bei einem Blick auf die Länder allerdings nicht. In den letzten zehn Jahren ist der Männeranteil in allen Ländern gestiegen. Die drei Stadtstaaten Berlin (13%), Hamburg (13%) und Bremen (12%) waren 2024 die Länder mit den höchsten Männerquoten. Es folgen Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein (jeweils 11%) sowie Hessen und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 10%). Am niedrigsten war der entsprechende Anteil in Bayern (6%) sowie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen (jeweils 7%). Der Zuwachs zwischen 2014 und 2024 betrug zwischen 2 und 6 Prozentpunkten.
Männeranteil in Kindertageseinrichtungen nach Ländern 2014 und 2024 (in %)
Quelle: FDZ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und öffentlich geförderter Kindertagespflege, 2014 und 2024; eigene Berechnungen; DOI: 10.21242/22541.2014.00.00.1.1.0, 10.21242/22541.2024.00.00.1.1.0