Zahl des Monats

In dieser Rubrik wird jeden Monat eine Zahl vorgestellt, die die Daten des Fachkräftebaromters aufgreift und fortschreibt.

Juni 2020

Frühpädagogische Weiterbildungsangebote setzten bisher kaum auf Online- oder Fernlehrgänge

Frühpädagogische Fachkräfte bilden sich öfter beruflich weiter als andere Berufsgruppen (39% gegenüber 19% Weiterbildungsbeteiligung laut Mikrozensus). Auch während die Kitas in der Corona-Krise für den Regelbetrieb geschlossen bleiben, nutzen viele Fachkräfte die freigewordene Zeit für Webinare und Online-Fortbildungen. Um der Nachfrage gerecht zu werden, haben Initiativen wie das Haus der Kleinen Forscher und andere Weiterbildungsträger ihr Online-Angebot ausgebaut. Hierin liegt eine neue Entwicklung: Wie die WiFF-Fachkräftebefragung 2016 zeigt, fanden Fort- und Weiterbildung im Kita-Bereich bisher fast ausschließlich als Präsenzveranstaltungen statt. Nur 1,5% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gaben an, dass ihre zuletzt besuchte Weiterbildung Möglichkeiten des E-Learnings einsetze.

An der Befragung, die 2016 im Rahmen der WiFF-Weiterbildungsstudie durchgeführt wurde, haben sich bundesweit 857 Leitungen und 728 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt.

2020

Bei 70,3%

der Kitas ist zwischen Einrichtungsleitung und Träger verbindlich geklärt, wer für Personalentwicklung zuständig ist. Dies zeigen Ergebnisse der WiFF-Kita-Befragung zur Personalentwicklung. Dabei sind mündliche (39%) Vereinbarungen häufiger als schriftliche (32%). In jeder fünften Einrichtung fehlt allerdings eine verbindliche Regelung und weitere 9% geben an, dass ihnen keine bekannt ist. Verbindliche Absprachen fehlen häufiger in Einrichtungen mit sehr kleinen Teams und kleinen Teams mit bis zu sieben pädagogisch Tätigen (41% und 39%) als in Einrichtungen mit mittleren Teams und großen Teams ab acht pädagogisch Tätigen (25% und 26%). Auch sind Einrichtungen kleiner Träger mit ausschließlich einer Kita häufiger betroffen (35%) als Einrichtungen großer Träger mit weiteren Kitas und sonstigen Einrichtungen innerhalb und/oder außerhalb der Kinder- und Jugendhilfe (24%).

Transparente Zuständigkeiten im Aufgabenfeld Personalentwicklung stehen in einem positiven Zusammenhang mit dem Einsatz entsprechender Instrumente. Während beispielsweise in der Hälfte der Einrichtungen mit fehlender Aufgabenklärung kein Konzept für die Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorliegt, betrifft dies nur 22% der Einrichtungen mit Klärung der Zuständigkeiten. Auch finden Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergespräche in Einrichtungen mit verbindlichen Absprachen eher statt als in Einrichtungen ohne.

An der WiFF-Kita-Befragung zur Personalentwicklung haben sich 2018 insgesamt 1.431 Kindertageseinrichtungen aus ganz Deutschland beteiligt. 

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10,3 Jahre

sind Erwerbstätige in der Frühen Bildung durchschnittlich in ihrem Betrieb beschäftigt. Die Dauer der Beschäftigungsverhältnisse in der Frühen Bildung liegt damit knapp unter dem Gesamtdurchschnitt aller Berufe auf dem Arbeitsmarkt (11,3 Jahre). Dahingegen zeigen die „übrigen sozialen Berufe“ und die „Altenpflege“ mit durchschnittlich 8,2 und 7,4 Jahren vergleichsweise niedrige Betriebszugehörigkeiten. Anders sieht es wiederum bei den Lehrkräften in der Primarstufe aus: Sie arbeiten im Schnitt 13,3 Jahre an der selben Schule.

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55%

der insgesamt 44.722 Kindertagespflegepersonen verfügten 2019 über eine Basisqualifikation in Form eines mindestens 160 Unterrichtseinheiten umfassenden Qualifizierungskurses. Davon haben 10% sogar einen Kurs im Umfang von mehr als 300 Stunden besucht. Der Zeitverlauf zeigt den starken Bedeutungszuwachs der Basisqualifikation für das Erwerbsegment der Kindertagespflege: 2006 hatten nur 5% der Tagespflegepersonen einen Qualifizierungskurs im Umfang von mindestens 160 Stunden absolviert. Stabil geblieben ist dagegen der hohe Sockelbestand an Tagespflegepersonen, die einen fachpädagogischen Berufsabschluss erworben haben (2006: 28%; 2019: 31%). Tagespflegepersonen ohne Grundqualifikation tauchen in der Statistik dagegen kaum mehr auf.

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13%

der Erwerbstätigen in der Frühen Bildung hatten im Jahr 2016 einen Migrationshintergrund. Damit liegt ihr Anteil deutlich unter dem des Gesamtarbeitsmarkts (20%). Eine Ursache könnte in der beruflichen Qualifikation liegen. Etwa 34% der Erwerbstätigen mit einem Migrationshintergrund konnten im Jahr 2016 keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen. Aufgrund des stark regulierten Zugangs in das Arbeitsfeld Frühe Bildung gibt es für Personen ohne beruflichen Abschluss­ nur wenige Beschäftigungsmöglichkeiten: Nur 12% der Erwerbstätigen mit und 5% der Erwerbstätigen ohne Migrationshintergrund haben keinen Berufsabschluss. Auffällig hoch fällt der Anteil von Migranten und Migrantinnen mit akademischen Abschluss aus. Dieser liegt mit 21% fast drei Mal höher als bei den tätigen Personen ohne Migrationshintergrund.

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2.612

Personen haben 2018 ein Bachelor-Studium der Früh- bzw. Kindheitspädagogik abgeschlossen und damit so viele wie noch nie. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich ihre Zahl um rund 5% erhöht. Insgesamt haben in Deutschland seit der Einführung früh- bzw. kindheitspädagogischer Bachelor-Studiengänge im Jahr 2004 rund 18.000 Personen ein solches Studium absolviert. Im Arbeitsfeld der Frühen Bildung verzeichnete die Kinder- und Jugendhilfestatistik im Jahr 2018 rund 7.000 pädagogisch und leitend tätige Früh- bzw. Kindheitspädagoginnen und -pädagogen. Das entspricht nur 1% der insgesamt rund 621.000 pädagogischen Fachkräfte im Feld. Zusammen mit den ebenfalls in Kindertageseinrichtungen tätigen Sozialpädagoginnen und -pädagogen, den Erziehungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie den an Hochschulen ausgebildeten Heilpädagoginnen und -pädagogen haben einschlägig akademisch ausgebildete Fachkräfte einen Anteil von 6%.

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2019

44.722

Tagespflegepersonen kümmerten sich 2019 - hauptsächlich im eigenen Haushalt - um ein oder mehrere Kinder. Ihre Anzahl bewegt sich damit seit mehreren Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau. Die Zahl der in Tagespflege betreuten Kinder wächst hingegen kontinuierlich weiter: Im Jahr 2019 waren es rund 171.700 und damit nahezu doppelt so viele wie noch 2008. Der Anstieg bei den Tagespflegepersonen betrug im gleichen Zeitraum nur knapp 23%. Somit hat sich die durchschnittliche Anzahl der betreuten Kinder pro Tagespflegeperson erhöht: Während eine Tagesmutter oder ein Tagesvater im Jahr 2008 noch durchschnittlich für 2,4 Kinder zuständig war, waren es im Jahr 2019 bereits durchschnittlich 3,8 Kinder.

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36%

der Kindertageseinrichtungen beschäftigten im Jahr 2018 mindestens eine einschlägig akademisch qualifizierte Fachkraft im pädagogischen Kernteam. Der entsprechende Anteil hat sich im Vergleich zum Jahr 2007 (18%) somit verdoppelt. Dennoch ist der Prozentsatz des pädagogischen und leitenden Personals mit einem Abschluss etwa in Sozialer Arbeit, Erziehungswissenschaften oder Kindheitspädagogik in den Einrichtungen weiterhin gering. So bewegte sich der Akademikerinnen- und Akademiker-Anteil in 12% der Kita-Teams bei unter 10%. Nur geringfügig häufiger sind Teams mit einem Anteil von 10 bis unter 20% zu finden (13%). In nur etwa 5% der Einrichtungen betrug der Anteil des einschlägig akademisch ausgebildeten Personals im Kernteam über 30%.

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752.220

Personen arbeiten im Jahr 2019 in einer Kindertageseinrichtung. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Träger der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe damit insgesamt mehr als 28.000 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Mit diesem Personalzuwachs von knapp 4 %, setzt sich der Wachstumstrend der vergangenen Jahre auf einem konstant hohen Niveau fort. Rund 647.000 der insgesamt 752.220 in Kindertageseinrichtungen tätigen Personen sind überwiegend für pädagogische und leitende Aufgaben zuständig

Insgesamt wurden seit dem Jahr 2006 mehr als 330.000 neue Stellen in Kindertageseinrichtungen geschaffen. In diesen Entwicklungen spiegelt sich der steigende Bedarf an Betreuungsplätzen – der auch für die kommenden Jahre prognostiziert wird – wider. Somit werden trotz des beachtlichen Wachstums auch zukünftig zusätzliche Fachkräfte erforderlich sein, um einem Personalnotstand in Kindertageseinrichtungen entgegenzuwirken und die Qualität der Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern zu verbessern.

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60%

des pädagogischen und leitenden Personals in Kindertageseinrichtungen ist teilzeitbeschäftigt. Im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen liegt die Teilzeitquote nunmehr schon seit mehr als 10 Jahren auf diesem Niveau. Dabei liegt der Schwerpunkt der Teilzeitbeschäftigungen bei vollzeitnahen Arbeitsverhältnissen und Beschäftigungen mit einem Umfang von 21 und mehr Stunden (45%), während Teilzeitstellen mit weniger als 21 Stunden mit einem Anteil von 15% nur eine geringe Rolle spielen.

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91.810

Personen sind aktuell in Grundschulen und Horteinrichtungen in der Ganztagsbetreuung von Schulkindern tätig. Diese Zahl setzt sich aus drei Beschäftigtengruppen zusammen, die unterschiedlich statistisch erfasst werden: Beschäftigte in Horten, Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen, in denen auch Schulkinder betreut werden, sowie Erwerbstätige in Ganztagsangeboten und in der Übermittagsbetreuung an Grundschulen. Während die etwa 27.900 Beschäftigten in Horten in der Kinder- und Jugendhilfestatistik (KJH) genau erfasst werden, kann das Personal in Kindertageseinrichtungen, das neben Schulkindern auch jüngere Kinder betreut, über diese Statistik nur rechnerisch bestimmt werden. Unter Annahme einer ähnlichen Betreuungsrelation wie im Hort handelt es sich um ca. 15.600 Personen. Informationen über die 48.300 Erwerbstätigen im Ganztag und in der Übermittagsbetreuung, die zusätzlich zu Lehrkräften, Sonderpädagoginnen und -pädagogen oder Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter an Grundschulen tätig sind, lassen sich dagegen über den Mikrozensus gewinnen.

Gegenwärtig nutzen ungefähr 1,5 Millionen Grundschulkinder solche Ganztagsangebote. Dies entspricht einer bundesweiten Beteiligungsquote von 51%. Mit dem angekündigten Rechtsanspruch auf Betreuung von Grundschulkindern ist davon auszugehen, dass Angebote und Personal in diesem Bereich weiter ausgebaut werden müssen.

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7.282

Kindertageseinrichtungen sind seit 2007 in Deutschland neu gegründet worden. Dies entspricht einem Anstieg um 15%. 2018 besuchten knapp 3,6 Millionen Kinder eine der 55.933 Einrichtungen. 20% mehr Kinder als noch elf Jahre zuvor. Das stärkste Wachstum verzeichnet das pädagogische und leitende Personal. Dessen Zahl hat sich im selben Zeitraum um 71% von 363.115 auf 620.652 erhöht. Die unterschiedlichen Dynamiken bei Einrichtungen, Kindern und Beschäftigten machen deutlich, wie die Expansion in der Frühen Bildung verläuft. Sie hat dazu geführt, dass nicht nur neue Einrichtungen eröffnet wurden, sondern auch die bestehenden deutlich gewachsen sind. Der Anstieg bei den betreuten Kindern ist vor allem auf eine höhere Beteiligungsquote bei den unter Dreijährigen zurückzuführen. Deren personalintensive Betreuung hat einen nie dagewesenen Beschäftigungsboom in der Frühen Bildung ausgelöst.

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22%

der Kita-Teams in Deutschland bestehen zu mindestens der Hälfte aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 50 Jahre und älter sind. Besonders hoch fällt dabei der Anteil der älteren Teams in Ostdeutschland aus: Hier zählen fast ein Drittel aller Teams zu den älteren Teams, während es in Westdeutschland nur ein Fünftel der Teams sind. Sehr junge Teams, in denen mindestens die Hälfte der Mitglieder jünger als 30 Jahre sind, sind dagegen in Westdeutschland (8%) und Ostdeutschland (4%) nur sehr selten zu finden. Teams mit einer ausgeglichenen Altersstruktur sind also dennoch sowohl in Westdeutschland (72%) als auch Ostdeutschland (64%) in der Mehrheit.

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5,6 %

und damit knapp 35.000 Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen verfügen über einen einschlägigen Hochschulabschluss aus den Fachrichtungen Sozial-, Heil-, oder Kindheitspädagogik, Soziale Arbeit oder Erziehungswissenschaft. Obwohl die Anzahl der einschlägigen Akademikerinnen und Akademiker von Jahr zu Jahr steigt und sich seit 2006 mehr als verdreifacht hat, ist ihr Anteil am pädagogischen und leitenden Personal in dem rasant wachsenden Arbeitsfeld relativ stabil. Er hat seit 2006 lediglich um 2,4 Prozentpunkte zugenommen.

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631

Fachschulen für Sozialpädagogik, die Erzieherinnen und Erzieher ausbilden, gab es zum Schuljahr 2017/18 in Deutschland. Davon waren mehr als die Hälfte – nämlich 337 Fachschulen – in kirchlicher oder sonstiger privater Trägerschaft und 294 in öffentlicher Trägerschaft. Im Vergleich zum Schuljahr 2012/13 ist die Gesamtzahl der Fachschulen für Sozialpädagogik um 14% gewachsen. Die Zunahme an Fachschulen ist vor allem auf den Anstieg der nichtöffentlichen, sonstigen privaten Fachschulen zurückzuführen. Der Anteil der öffentlichen Träger ist dagegen im Zeitverlauf auf unter 50% gesunken. Insgesamt stellen die Fachschulen für Sozialpädagogik ein enormes Ausbildungspotenzial für die Frühe Bildung zur Verfügung. Allein im Schuljahr 2017/18 begannen rund 38.000 Schülerinnen und Schüler eine Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher.

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19%

betrug im Schuljahr 2017/18 der Männeranteil im ersten Jahr der Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher. Obwohl sich weiterhin überwiegend Frauen für die Ausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik entscheiden, steigt deren Attraktivität für Männer. Innerhalb von drei Jahren ist die Zahl der männlichen Schüler im ersten Ausbildungsjahr um knapp 1.200 auf etwa 7.200 gestiegen. Dies entspricht einem leichten Plus von 2 Prozentpunkten. Dabei sind die Länder unterschiedlich erfolgreich darin, Männer für Erziehungsberufe zu gewinnen: Während im Schuljahr 2017/18 in Bayern der Anteil der Männer unter den Anfängerinnen und Anfänger bei nur 13% lag, betrug dieser in Hamburg 28%. In Kindertageseinrichtungen, neben anderen Berufsfeldern das Hauptbetätigungsfeld von Erzieherinnen und Erziehern, waren 2018 bundesweit nur knapp 6% des pädagogischen und leitenden Personals männlich.

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3.577.595

Kinder haben 2018 eine Tageseinrichtung besucht - so viele wie nie zuvor. Insbesondere für die 3- bis unter 6-Jährigen ist der Besuch einer Kita die Regel. 92% der Kinder dieser Altersgruppe sind in dieser Betreuungsform anzutreffen. Darüber hinaus nutzen in zunehmenden Maße auch Eltern jüngerer Kinder institutionelle Betreuungsangebote: 2018 besuchten rund 665.300 Kinder (28%) unter drei Jahren eine Kita, 2006 waren es lediglich 253.900. Dies entspricht einer Zunahme von etwa 162%. Ebenfalls deutlich angestiegen ist auch die die Anzahl der Schulkinder in Hortangeboten von Kindertageseinrichtungen. Im Zeitraum von 2006 bis 2018 ist sie von ca. 356.900 auf knapp 502.200 (+41%) Kinder gewachsen.

Trotz des enormen Ausbaus übersteigt der Bedarf der Eltern weiterhin das Angebot. So bleiben in Westdeutschland die Betreuungswünsche von jeder fünften Familie mit einem 1- oder 2-jähriges Kind unerfüllt, wie die aktuelle Kinderbetreuungsstudie (KiBS) des DJI zeigt.

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39%

der Kita-Leitungen und 37% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine berufsbezogene Weiterbildung besuchen, übernehmen dafür selbst Kosten oder investieren ihre Freizeit – teilweise sogar beides. Dies zeigen Ergebnisse einer Fachkräftebefragung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). Dabei übernahmen 34% der befragten Leitungen und 32% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilweise oder vollständig Gebühren, die für die Teilnahme, Anfahrt oder Übernachtungen anfielen. 13% der Leitungen und 14% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden für den Besuch der Veranstaltung nicht oder nur teilweise freigestellt. Trotzdem ist die Bereitschaft, an berufsbezogener Weiterbildung teilzunehmen, bei frühpädagogischen Fachkräften überdurchschnittlich hoch. 86% der Leitungen und 85% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten zum Zeitpunkt der Befragung in den letzten zwölf Monaten an einer berufsbezogenen Weiterbildung teilgenommen. Für die übrigen stellten insbesondere die Kosten ein Hemmnis dar: 22% der Leitungen und 40% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an keiner Weiterbildung teilgenommen hatten, konnten oder wollten die Kosten für die Veranstaltung nicht übernehmen.

An der Befragung, die 2016 im Rahmen der WiFF-Weiterbildungsstudie durchgeführt wurde, haben sich bundesweit 857 Leitungen und 728 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt.

Zur Weiterbildungsstudie (Fachkräftebefragung ab S. 55)
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