Zahl des Monats

In dieser Rubrik wird jeden Monat eine Zahl vorgestellt, die die Daten des Fachkräftebaromters aufgreift und fortschreibt.

Juni 2022

Geringere Zuwächse in den Ausbildungsgängen für die Kita-Berufe während der Corona-Pandemie

Im Schuljahr 2020/21 befanden sich 73.220 Schülerinnen und Schüler im ersten Ausbildungsjahr für die Kinderpflege-, Sozialassistenz- oder Erziehungsberufe. Dies entspricht im ersten Jahr der Corona-Pandemie einem weiteren, jedoch nur geringfügigen Zuwachs von +0,4% im Vergleich zum Vorjahr. Während die Corona-Pandemie im dualen Ausbildungssystem zu einem „einzigartigen Rückgang der Zahl neuer Ausbildungsverträge“ geführt hat (-9,3% im Vergleich zu 2019)*, blieben die Anfängerzahlen in den schulischen Ausbildungsgängen für die Frühe Bildung stabil. Wie sich die Zahlen im zweiten Jahr der Pandemie entwickelt haben, bleibt noch abzuwarten.

Die Stabilität ist genauer betrachtet auf einen Anstieg der Zahl der Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik zurückzuführen. In den berufsfachschulischen Ausbildungen der Kinderpflege und Sozialassistenz waren die Anfängerinnen- und Anfängerzahlen dagegen tendenziell rückläufig.

*Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/08/PD21_379_212.html

2022

39.675

Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen hatten im Jahr 2021 einen einschlägigen Hochschulabschluss in Sozialpädagogik bzw. Sozialer Arbeit, Pädagogik, Früh- bzw. Kindheitspädagogik oder Heilpädagogik. Dies entspricht einem Anteil von 5,8% an allen pädagogisch und leitenden Tätigen. In dem insgesamt stark expandierenden Berufsfeld stagniert dieser Anteil seit 2019.

Nach wie vor hat knapp die Hälfte der einschlägig akademisch ausgebildeten Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen einen Abschluss in Sozialpädagogik bzw. Sozialer Arbeit (FH) (47%). Früh- bzw. Kindheitspädagoginnen und -pädagogen haben inzwischen einen Anteil von 24% an allen akademisch qualifizierten Fachkräften erreicht. Er übersteigt damit geringfügig den Anteil der Pädagoginnen und Pädagogen, die an Universitäten studiert haben (22%).

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88.475

Kinder haben im Jahr 2021 in Tageseinrichtungen eine Eingliederungshilfe nach SGB IX/SGB VIII erhalten. Ihr Anteil an allen Kita-Kindern entsprach damit 2,3%. Die Gründe für den Bezug der Eingliederungshilfe lagen bei mehr als der Hälfte (55%) der Kinder in einer (drohenden) seelischen Behinderung, bei fast einem Drittel (32%) in einer geistigen und bei weiteren 28% in einer körperlichen Behinderung.
Insgesamt ist die Zahl der Kinder mit mindestens einer Behinderung seit 2013 um 8,3% gestiegen. Diese Zunahme ist vor allem auf die Gruppe der Kinder mit geistiger Behinderung (+45%) sowie jener mit (drohender) seelischer Behinderung (+15%) zurückzuführen. Demgegenüber ist die Zahl der Kinder, die Eingliederungshilfe aufgrund einer körperlichen Behinderung erhalten, zeitgleich um knapp 13% gesunken.
Analog zur Entwicklung der Kinderzahlen haben sich auch die Personalressourcen für eine inklusive Bildung, Betreuung und Erziehung erhöht. So ist die Zahl der rechnerischen Vollzeitstellen bei den Förderkräften von rund 13.910 um rund 33% auf zuletzt 18.460 angestiegen. Dies entspricht einem Personalanteil von zuletzt 3,2%.

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85.700

der insgesamt 8,2 Millionen Erwerbstätigen in der Frühen Bildung hatten 2018 einen Migrationshintergrund. Dies entspricht einem Anteil von 17% – ein Anstieg um 6 Prozentpunkte seit 2012. Dennoch liegt der Anteil auf dem Gesamtarbeitsmarkt nach wie vor deutlich höher (24%). Eine Ursache könnte in der beruflichen Qualifikation liegen. Etwa 32% der Erwerbstätigen mit einem Migrationshintergrund konnten im Jahr 2018 keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen. Aufgrund der stark regulierten Zugangsvoraussetzungen gibt es für Erwerbstätige ohne beruflichen Abschluss­ – unabhängig vom Migrationsstatus – nur wenige Beschäftigungsmöglichkeiten im Feld der Frühen Bildung.

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10.942

sozialversicherungspflichtige Stellen für Erzieherinnen und Erzieher hatte die Bundesagentur für Arbeit 2021 im Bestand – ein Anstieg um 157% seit 2010. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen mit dem entsprechenden Zielberuf um 20% auf zuletzt 8.599 Jobsuchende. Auch die Arbeitslosen-Stellen-Relation hat sich im Zeitverlauf drastisch verändert. So kamen im Jahr 2010 noch etwa 253 arbeitslos gemeldete Personen mit dem Zielberuf Erzieherin bzw. Erzieher auf 100 offene Stellen. Im Jahr 2021 waren es bundesweit nur noch rund 79 Personen. Immer häufiger greifen die Kita-Träger bei der Personalsuche auf die Berufsgruppe der Kinderpflegerinnen und -pfleger zurück. Hier entfielen im Jahr 2010 auf 100 gemeldete Stellen noch etwa 1.800 Arbeitslose, 2021 lag dieses Verhältnis bundesweit nur noch bei 100 offenen Stellen zu 269 Arbeitslosen.

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Weitere Daten zum Arbeitsmarkt Frühe Bildung

3.777.855

Kinder hatten im Jahr 2021 einen Platz in einer Kindertageseinrichtung - mehr als jemals zuvor. Für 91% der 3- bis unter 6-Jährige gehört der Besuch einer Kindertageseinrichtung ganz selbstverständlich zum Alltag. Aber auch immer mehr jüngere werden in dort betreut. Zuletzt waren es in der Altersgruppe der unter Dreijährigen rund 680.500 Kinder.  Dies entspricht einer Zunahme von etwa 56% im Vergleich zu 2011. Ebenfalls angestiegen ist die Anzahl der Schulkinder, die ein Hortangebot in einer Tageseinrichtung für Kinder nutzen. Im Zeitraum von 2011 bis 2021 ist sie von ca. 439.900 auf knapp 505.400 Kinder angestiegen.

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2021

43.000

Personen arbeiteten im Jahr 2021 in der Kindertagespflege. Ihre Tätigkeit, die sie Mehrheitlich (66%) in der eigenen Wohnung ausüben, war durch die pandemiebedingten Hygiene- und Schutzmaßnahmen in besonderer Weise betroffen. Dies zeigt sich in der Statistik:  Nachdem sich die Anzahl der Kindertagespflegepersonen seit mehreren Jahren auf vergleichbaren Niveau bewegt hat, ist sie seit 2020 um knapp 4% gesunken. Dieser Rückgang fiel mit fast 7% am stärksten bei den Tagesmüttern und -vätern aus, die in der eigenen Wohnung tätig waren, während die Zahl der Tagespflegepersonen, die in anderen Räumen arbeiteten, sogar um 3,1% gestiegen ist. Noch deutlicher zeigt sich der Einbruch bei den betreuten Kindern: Während die Anzahl der Kinder in der Tagespflege seit 2011 stetig zugenommen hat, ist sie nun im Vergleich zum Vorjahr erstmalig um 4,3% auf 166.450 gesunken. Diese Entwicklungen wirken sich auch auf die durchschnittliche Kinderzahl pro Tagespflegeperson aus, die seit 2011 erstmalig nicht weiter gestiegen ist.

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73

früh- bzw. kindheitspädagogische Bachelor-Studiengänge gab es im Jahr 2020 in Deutschland. Sie wurden an insgesamt 54 Hochschulstandorten, flächendeckend über die Bundesländer verteilt, angeboten. Damit ist das früh- bzw. kindheitspädagogische Studienangebot leicht rückläufig: im Jahr 2019 waren es noch 76 Bachelor-Studiengänge an 55 Standorten. 2004 wurden in Deutschland die ersten früh- bzw. kindheitspädagogischen Bachelor-Studiengänge eingerichtet, seitdem ist die Zahl bis 2014 kontinuierlich gestiegen. In den letzten Jahren scheint das Angebot auf einem relativ gleichbleibenden Niveau angekommen zu sein.

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818.301

Personen waren bundesweit im Frühjahr 2021 in einer Kindertageseinrichtung beschäftigt. Die Zahl der tätigen Personen in diesem Bereich erneut deutlich erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beschäftigtenzahl um etwa 4% gestiegen. Der seit Jahren zu beobachtende Wachstumstrend setzt sich somit trotz der Pandemielage auf einem konstant hohen Niveau weiter fort. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren mehr als 300.000 neue Stellen in Kindertageseinrichtungen geschaffen. Die Mehrzahl der Beschäftigten, nämlich 700.000, arbeitet überwiegend im pädagogischen und leitenden Bereich.

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3,8%

der Erwerbstätigen in der Frühen Bildung sind als geringfügig Beschäftigte angestellt. Im Gegensatz zu anderen weiblich dominierten Arbeitsfeldern weist die Frühe damit eine sehr niedrige Quote auf. Im Bereich „Büro und Sekretariat“ fällt der Anteil der geringfügig Beschäftigten mit 16,4% rund vier Mal so hoch aus. Auch in den „Übrigen Sozialen Berufen“ liegt der entsprechende Anteil (10,1%) deutlich höher.
Nochmals erheblich seltener sind Beschäftigte in Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit/Leiharbeit) in der Frühen Bildung vorzufinden. Ihr Anteil betrug im Jahr 2018 nur 0,6%. Demgegenüber waren 2,2% der Erwerbstätigen als Freiwilligendienstleistende tätig. Hierin zeigt sich die lange Tradition, die der Einsatz von freiwillig oder auch ehrenamtlich tätigen Personen in den „sozialen“ Arbeitsfeldern hat.
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84%

des Personals, das Kinder in Grundschulen außerhalb des Unterrichts betreut und erzieht, arbeitete 2018 in Teilzeit. Ähnlich hoch lag im Jahr 2020 mit 82% die Teilzeitquote des Hortpersonals. Deutliche Unterschiede zeigen sich allerdings bei den Beschäftigungsumfängen: Knapp die Hälfte des Personals in Ganztagsangeboten an Grundschulen arbeitet weniger als 21 Stunden pro Woche, während dies nur auf knapp ein Fünftel des Hortpersonals zutrifft. Dies spiegelt sich in den durchschnittlichen Arbeitsstunden, die an Grundschulen bei 23 pro Woche liegen und im Hort bei 29.

Die Tätigkeit in Einrichtungen, die ausschließlich von Schulkindern besucht werden, ist damit für Personen die eine existenzsichernde Beschäftigung suchen, weniger attraktiv als die in Einrichtungen, die auch Kinder vor dem Schuleintritt betreuen. Hier liegt die Teilzeitquote bei 62%, wobei die vollzeitnahe Beschäftigung einen höheren Stellenwert einnimmt, was in einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 32 Stunden deutlich wird.

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Im Schuljahr 2019/20 haben 41.483 Schülerinnen und Schüler eine Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher an einer der 649 Fachschulen für Sozialpädagogik begonnen. Gegenüber dem Schuljahr 2007/08 hat sich die Zahl damit nahezu verdoppelt (+98%). Das Interesse an dem Erziehungsberuf ist somit weiterhin groß, vor allem unter Frauen, die 81% der Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr ausmachten.

Zu dieser Entwicklung dürften mehrere Faktoren beigetragen haben: Die Berufsausbildung auf Fachschulniveau wurde in den Ländern nicht nur stark ausgebaut, sondern auch umstrukturiert. Neben der klassischen, vollzeitschulischen Ausbildungsform gewannen vor allem berufsbegleitende und vergütete, praxisintegrierte Ausbildungsformate an Zugkraft. Zudem wurden die Zugangsvoraussetzungen, die jeweils in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen der Länder geregelt sind, in den letzten Jahren schrittweise erweitert, sodass die Aufnahme einer Erzieherinnen-und Erzieherausbildung für Menschen mit vielfältigen Bildungs- und Berufsbiografien zunehmend erleichtert wird. Nicht zuletzt ist der Arbeitsmarkt für ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher ausgesprochen gut.

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441.724

Erzieherinnen und Erzieher arbeiteten bundesweit im Jahr 2020 in einer Kindertageseinrichtung. Zwischen 2006 und 2020 ist die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher von rund 248.700 um 193.000 (+78%) gestiegen. Obgleich in diesem Zeitraum ihr Anteil am pädagogischen und leitenden Personal leicht rückläufig war (2006: 71%; 2020: 65%), prägt der Beruf auch weiterhin fast ungebrochen das Qualifikationsgefüge in Kindertageseinrichtungen.

Daneben konnten zeitgleich mehr als 25.000 Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger gewonnen werden, die mit zuletzt rund 71.500 Beschäftigten die zweitgrößte Berufsgruppe im Arbeitsfeld stellen. Bei einer im Vergleich eher unterdurchschnittlichen Zuwachsquote (+55%) ist ihr Personalanteil zwischen 2006 und 2020 von 13% auf 11% gesunken. Demgegenüber hat sich die Anzahl der Sozialassistentinnen und -assistenten seit 2006 von 1.700 um auf 16.500 überdurchschnittlich stark erhöht (+852%).

Die insgesamt rund 36.100 einschlägig qualifizierten Akademikerinnen und Akademiker bilden weiterhin immer noch eine Minderheit in Kindertageseinrichtungen, obgleich sich ihr Anteil am pädagogischen und leitenden Personal zwischen 2006 und 2020 von 3% auf 5% erhöht hat.

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20%

der Kinder, die im Jahr 2020 eine Kindertageseinrichtung besuchten, lebten in Familien, in denen vorrangig eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wurde. Der Anteil dieser Kinder stieg bundesweit zwischen 2010 und 2020 um knapp 5 Prozentpunkte. Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Ost- und Westdeutschland. Während im Westen mehr als jedes fünfte Kita-Kind (24%) zu Hause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch spricht, trifft dies in ostdeutschen Kitas nur auf jedes zehnte Kind zu (11%).
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21.378

Schülerinnen und Schüler begannen zum Schuljahr 2019/20 eine Ausbildung im Bereich Sozialassistenz bzw. Sozialpädagogische Assistenz. Das entspricht einem Plus von 4% gegenüber dem Vorjahr, gegenüber dem Schuljahr 2007/08 sogar einer Steigerung von 61%. Seit der Einführung dieses Bildungsgangs Anfang der 2000er Jahre konnten die Ausbildungskapazitäten somit kontinuierlich ausgebaut werden. Die Ausnahme bilden Bayern, Baden-Württemberg und das Saarland, die über kein entsprechendes Ausbildungsangebot verfügen.

In einigen Ländern können die fertig Ausgebildeten unmittelbar im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtung als Assistenz- bzw. Ergänzungskräfte tätig werden. In anderen ist die Ausbildung eher als Vorbildung für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik konzipiert. Im Gegensatz zur ebenfalls an Berufsfachschulen angesiedelten Kinderpflegeausbildung ist die Sozialassistenzausbildung meist inhaltlich breiter gefasst und ermöglicht es, z.B. auch mit Jugendlichen oder Erwachsenen zu arbeiten. Im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen stellen Sozialassistenzkräfte im Jahr 2020 nur etwas mehr als 2% des pädagogisch und leitend tätigen Personals dar.

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5,7 %

des pädagogischen Personals in Kindertageseinrichtungen hatten 2020 einen einschlägigen Hochschulabschluss in Sozialpädagogik bzw. Sozialer Arbeit, Pädagogik, Früh- bzw. Kindheitspädagogik oder Heilpädagogik. Dies entspricht 38.631 Beschäftigten. Ihr Anteil am pädagogischen Personal im insgesamt stark expandierenden Arbeitsfeld ist damit in den letzten Jahren kaum mehr gewachsen.
Nach wie vor hat rund die Hälfte der akademisch ausgebildeten Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen einen Abschluss in Sozialpädagogik bzw. Sozialer Arbeit (FH) (49,9 %). Früh- bzw. Kindheitspädagoginnen und -pädagogen haben inzwischen einen Anteil von 21,3 % an allen akademisch ausgebildeten Fachkräften in Kindertageseinrichtungen erreicht, dieser ist allerdings seit 2018 kaum mehr gestiegen und liegt damit beinahe gleichauf mit Pädagoginnen und Pädagogen, die an Universitäten studiert haben (22,2%).
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47.695

Männer waren im Jahr 2020 in Kindertageseinrichtungen tätig. Ihre Anzahl hat sich damit seit 2010 mehr als verdreifacht. Diesen Zuwachs spiegelt auch die Männerquote: Der Anteil der männlichen Beschäftigten im pädagogischen und leitenden Personal ist zeitgleich von 3,6% auf 7,1% gestiegen. Obwohl die Zahl der Männer deutlich zugenommen hat, bilden männliche Kita-Fachkräfte immer noch eine sehr kleine Gruppe. Mit zuletzt 627.950 Frauen und einer Frauenquote von 92,9% zählt die Frühe Bildung immer noch zu den am stärksten geschlechtsspezifisch segregierten Berufsfeldern auf dem gesamten Arbeitsmarkt.

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44.782

Kindertagespflegepersonen haben 2020 ein oder mehrere Kinder betreut. Somit bewegt sich ihre Anzahl seit mehreren Jahren auf einem konstanten Niveau. Im Gegensatz dazu wächst die Zahl der betreuten Kinder beständig. Rund 174.000 wurden 2020 in den Räumen der Tagesmutter oder des Tagesvaters, in angemieteten Räumen oder in den Wohnräumen des Kindes betreut. In den letzten 10 Jahren hat sich die Anzahl der Kinder in Tagespflege demnach um 55% gesteigert. Im Gegensatz dazu hat sich in dem gleichen Zeitraum die Anzahl der Kindertagespflegepersonen lediglich um ungefähr 10% erhöht. Während eine in der Kindertagespflege tätige Person im Jahr 2010 noch durchschnittlich für 2,7 Kinder zuständig war, sind es im Jahr 2020 bereits durchschnittlich 3,9 Kinder pro Tagesmutter oder -vater.

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