Erzieherinnen- und Erzieherausbildung

Bundestrend: Zahl der Anfängerinnen und Anfänger auf hohem Niveau rückläufig

Im Schuljahr 2023/24 haben bundesweit 39.817 Personen eine Erzieher:innenausbildung begonnen – das waren immerhin 10% mehr als noch 2014/15. Betrachtet man die jährliche Entwicklung seit 2007/08, so ist der langanhaltende Aufwärtstrend zuletzt ins Stocken geraten. Nach den beiden sehr starken Jahrgängen 2020/21 und 2021/22, mit 42.609 und 43.701 Anfänger:innen, sind die Zahlen in den beiden letzten Schuljahren erstmals rückläufig. Nichtsdestotrotz ist die Erzieherinnenausbildung im Vergleich weiterhin sehr beliebt, wozu vermutlich auch die verschiedenen Formate beitragen, in denen die Ausbildung seit einigen Jahren angeboten wird.

Die Länder: Unterschiedliche Dynamiken

In allen Ländern haben im Schuljahr 2023/24 mehr Personen eine Ausbildung zum:r Erzieher:in begonnen als noch 2007/08. In den letzten zehn Jahren zeigen sich in den Ländern jedoch sehr unterschiedliche Dynamiken. Während die Anfänger:innenzahlen 2023/24 in einigen Ländern im Vergleich zu 2014/15 deutlich höher liegen, zeigen sich in anderen Ländern Rückgänge. Prozentual besonders stark ist die Zahl der Anfänger:innen in der Erzieher:innenausbildung in den westdeutschen Ländern Bremen (+66%), Bayern (+55%), Rheinland-Pfalz (+26%) und Niedersachsen (+22%) gestiegen. Rückgänge haben vor allem das Saarland (-31%) und Thüringen (-13%) zu verzeichnen. Insgesamt haben im Schuljahr 2023/24 in Nordrhein-Westfalen mit Abstand die meisten Personen eine Erzieher:innenausbildung begonnen (8.747), gefolgt von Baden-Württemberg (4.818), Bayern (4.508), Berlin (3.442) und Niedersachsen (3.283).

Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr der Erziehrinnen- und Erzieherausbildung in den Schuljahren 2014/15 und 2023/24 (Anzahl; Veränderung in %)

1 NW: Daten inkl. Schüler:innen an Beruflichen Gymnasien und mit integrierter Form der Ausbildung.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 2, Jg. 2014/15 und Statistischer Bericht - Berufliche Schulen und Schulen des Gesundheitswesens, Jg. 2023/24 sowie ergänzende Tabellen; Statistische Landesämter: WiFF-Länderabfrage, verschiedene Jahrgänge

Weitere Analysen