Erzieherinnen- und Erzieherausbildung

Bundestrend: Zahl der Anfängerinnen und Anfänger auf hohem Niveau rückläufig

Im Schuljahr 2024/25 haben bundesweit 36.912 Personen eine Erzieher:innenausbildung begonnen – und damit in etwa so viele wie 2015/16 (-0,3%). Betrachtet man die jährliche Entwicklung seit 2007/08, so ist der langanhaltende Aufwärtstrend zuletzt ins Stocken geraten. Nach den beiden sehr starken Jahrgängen 2020/21 und 2021/22, mit Spitzenwerten von 42.609 und 43.701 Anfänger:innen, sind die Zahlen in den letzten drei Schuljahren deutlich rückläufig. Nichtsdestotrotz ist die Erzieher:innenausbildung im Vergleich weiterhin sehr beliebt, wozu vermutlich auch die vergüteten Formate (praxisintegriert oder berufsbegleitend) beitragen, in denen die Ausbildung seit einigen Jahren angeboten wird.

Die Länder: Unterschiedliche Dynamiken

In allen Ländern haben im Schuljahr 2024/25 mehr Personen eine Ausbildung zum:r Erzieher:in begonnen als noch 2007/08. In den letzten zehn Jahren zeigen sich in den Ländern jedoch sehr unterschiedliche Dynamiken. Während die Anfänger:innenzahlen 2024/25 in einigen Ländern im Vergleich zu 2015/16 deutlich höher liegen, zeigen sich in anderen Ländern Rückgänge. Prozentual besonders stark ist die Zahl der Anfänger:innen in der Erzieher:innenausbildung in den westdeutschen Ländern Bremen (+56%) und Bayern (+47%) gestiegen, etwas weniger in Rheinland-Pfalz (+13%) und Niedersachsen (+11%). Rückgänge haben vor allem Mecklenburg-Vorpommern (-27%), Hamburg (-24%), das Saarland (-20%), Thüringen (-18%) und Sachsen-Anhalt (-14%) zu verzeichnen. Insgesamt haben im Schuljahr 2024/25 in Nordrhein-Westfalen mit Abstand die meisten Personen eine Erzieher:innenausbildung begonnen (8.176), gefolgt von Baden-Württemberg (4.789), Bayern (4.570), Niedersachsen (3.012) und Berlin (2.955).

Schüler:innen im ersten Jahr der Erzieher:innenausbildung in den Schuljahren 2014/15 und 2024/25 (Anzahl; Veränderung in %)

NW: Daten inkl. Schüler:innen an Beruflichen Gymnasien und mit integrierter Form der Ausbildung.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 2, Jg. 2015/16 und Statistischer Bericht - Berufliche Schulen und Schulen des Gesundheitswesens, Jg. 2024/25 sowie ergänzende Tabellen; Statistische Landesämter: WiFF-Länderabfrage, verschiedene Jahrgänge

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